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Tibetische Klangschalen – Herkunft, Nutzen und Wirkung in der Meditation

  • Autorenbild: Lisa-Marie Fohmann
    Lisa-Marie Fohmann
  • 23. Apr. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Dez. 2025


Tibetische Klangschale mini Gold | Feng Dzi
Tibetische Klangschale 11cm "5 Buddhas"

Tibetische Klangschalen – Tradition, Herstellung und Wirkung


Tibetische Klangschalen sind traditionelle Instrumente, die seit Jahrhunderten im Himalaya-Raum – insbesondere in Tibet, Nepal, Indien und Bhutan – genutzt werden. Ihre genaue Herkunft ist historisch nicht eindeutig belegt, doch sie sind tief in der spirituellen Praxis des Buddhismus verwurzelt.


Ursprünglich dienten sie sowohl als rituelle Gegenstände als auch im Alltag, etwa zur Nahrungszubereitung oder als Opfergaben. Heute sind sie vor allem für ihre meditativen und harmonischen Klänge bekannt.






Herstellung und Materialien

Traditionell werden Klangschalen aus einer Legierung von sieben Metallen gefertigt, die symbolisch mit den Himmelskörpern verbunden sind:

  • Gold – Sonne

  • Silber – Mond

  • Quecksilber – Merkur

  • Kupfer – Venus

  • Eisen – Mars

  • Zinn – Jupiter

  • Blei – Saturn


Metallschmelze und Mischung

Die Metalle werden geschmolzen und zu einer Legierung vereint. Diese Mischung beeinflusst später den Klang der Schale.


Gießen und Rohform

Die geschmolzene Legierung wird in grobe Formen gegossen, die anschließend geschmiedet werden.


Schmieden von Hand

Die Metallscheiben werden glühend gemacht und von Handwerkern mit Hämmern bearbeitet. Schicht für Schicht entsteht so die endgültige Form – rein durch Muskelkraft, ohne Maschinen. Die Schale wird immer wieder erhitzt, geformt und schließlich auf die gewünschte Größe und Dicke gebracht.


Feinarbeit und Stimmen

Nach dem Schmieden wird die Klangschale geglättet, eventuell verziert und per Gehör gestimmt. Das bedeutet, sie wird so lange bearbeitet, bis der Ton klar, harmonisch und langanhaltend klingt.


Gravuren (optional)

Manche Schalen erhalten Gravuren oder Symbole, wie Mantras oder das „Om“. Besonders handgefertigte Schalen aus Nepal oder Indien werden auf diese Weise individuell verziert.


Wirkung und Nutzen

Klangschalen erzeugen beim Anschlagen oder Reiben harmonische, langanhaltende Töne und Schwingungen. Diese wirken sich positiv auf Körper, Geist und Seele aus:

  • Tiefenentspannung: Sanfte Vibrationen fördern Ruhe, unterstützen das Nervensystem und helfen beim Stressabbau.

  • Meditation und Achtsamkeit: Die Klänge dienen als Anker, beruhigen den Geist und führen in den gegenwärtigen Moment zurück.

  • Energetische Harmonisierung: In der Klangheilung sollen die Schwingungen Blockaden lösen und das innere Gleichgewicht fördern.

  • Körperliche Wirkung: Vibrationen wirken auf Muskulatur und Gewebe – ähnlich einer inneren Massage.


Verwendung in der Praxis

Klangschalen können vielfältig eingesetzt werden:

  • Als Einstieg oder Abschluss einer Meditation

  • In Klangbädern oder Klangmassagen

  • In Yogastunden zur Vertiefung der Praxis

  • Zur Raumreinigung und energetischen Klärung


Jede handgeschmiedete und handbemalte Klangschale ist ein Unikat – sie hat ihren eigenen Charakter und Klang. Viele Menschen nutzen sie als persönliche Begleiter in Meditation und Heilarbeit. Die Schwingungen lösen innere Spannungen, fördern Entspannung und schaffen einen Raum der Achtsamkeit und Harmonie.

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