Der Garuda ist ein mythisches, vogelähnliches Wesen, das in vielen Darstellungen einen menschlichen Oberkörper und ausgebreitete Flügel zeigt. In der indischen Mythologie gilt er als Herrscher der Vögel und als mächtiger Gegner der Nagas – schlangen- oder drachenartigen Wesen. Als Reittier des Gottes Vishnu fand der Garuda über den Einfluss des Hinduismus und Buddhismus auch Eingang in den tibetischen Kulturraum.
Eine tibetische Legende erzählt, dass der Garuda nicht als Küken schlüpfte, sondern vollständig entwickelt aus einem gigantischen Ei hervorging – stark, majestätisch und sofort flugfähig. Sein Blick und seine Stimme sollen so eindrucksvoll gewesen sein, dass sie selbst Felsen erzittern ließen und die Nagas zur Flucht bewegten.
Im tibetischen Kulturkreis gilt der Garuda als Symbol für Stärke, Entschlossenheit und die Fähigkeit, sich gegen Herausforderungen und störende Einflüsse zu behaupten. Er wird häufig mit Klarheit, Weitblick und innerer Freiheit in Verbindung gebracht. Spirituelle Überlieferungen schreiben ihm zu, Täuschungen und Ängste zu überwinden und den Blick für das Wesentliche zu schärfen.
Darstellungen des Garuda finden sich in Thangka-Malereien, auf Amuletten, Ritualobjekten und Schmuck. Auch Dzi-Steine mit Garuda-Motiv greifen seine symbolische Bedeutung auf.
Hinweis: Die beschriebenen Wirkungen basieren auf traditionellen Überlieferungen, eigenen Erfahrungswerten und dem Glauben an die Energie der Steine. Sie sind nicht wissenschaftlich belegt und stellen keine medizinische Beratung oder Heilversprechen dar.
Dzi Stein "Garuda"
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